Neulich bei Mittag

M: Wie heißt noch mal der grüne Mann der ständig aus den Anziehsachen wächst?

S: Hulk!!!!!!!

J: Ich dachte da jetzt eher an Joschka Fischer


Alle Jahre wieder …

… pflegt dieses kleine Kindchen in der Krippe diese riesen Party zu schmeißen. Dekadenter Weise wirft es dabei mit Gold um sich und schnüffelt ne Tüte Weihrauch. Und da soll noch mal einer sagen Wohlstand hält nicht geschmeidig.

Da wir wie jedes Jahr wieder mal nicht eingeladen sind (die Reichen bleiben ja gerne unter sich) bleibt uns wohl nichts anderes übrig, uns einsam unter das nadelnde Fichtenbäumchen zu setzen und 3 Flaschen Rotwein zu süppeln .

Aber wir sind trotzdem zufrieden und ja, zugegebener Maßen haben wir auch schon die Engelchen gesehen, als im Vollsuff das Weihnachtsbäumchen Feuer fing. Als Lametta glühend auf den Boden tropfte, die schönen handbemalten Weihnachtskugeln platzten und in der Wohnung sich der wohlriechende Duft von verbrannten Tannennadeln und verschmorten Plastik ausbreitete.

Es ist schon ein wenig Ironie im Spiel, wenn man bedenkt, dass wir vorher alle noch schön brav in der Kirche waren und unsere Götter mit einer milden Gabe für dieses Spektakel gehuldigt haben. Aber auf der anderen Seite sollten wir nicht vergessen, die Party des kleinen Emporkömmlings im nächsten Jahr muss ja wieder finanziert werden. Wer glaubt, dass die 3 Könige barfuss durch die Wüste stampfen der mag einem Irrglauben aufgesessen zu sein. Ein geländetauglicher Allrad mit eingebauten Navi befördert die Fürsten der frohen Kunde schneller zum Ziel als das man eine unbefleckte Empfängnis vollziehen kann.

Also liebes Geburtstagskind alles Gute zur Geburt, viel Spass mit Weihrauch, Myrre, Gold und dem vom uns finanzierten neuesten Satellitenhandy.


Der gemeine Couch-Killer

Galt ich bisher in meiner Nachbarschaft als harmlos bis gemäßigt gewaltbereit, dann würde sich spätestens dieser Tage die Meinung der Nachbarn revidieren. Auch wäre eine normal gepflegte Unterhaltung hier momentan kaum möglich. Stattdessen ist das Rotzen meiner Automatikwaffe zu hören, Granateinschläge, Panzerfaustgeschosse zischen durch die Luft – Kriegsgebiet, mitten im abgedunkelten Wohnzimmer.
Was sich für den einen als normales Eheleben darstellt ist für den anderen Battlefield 3 für die XBOX 360. Statt Tarnschminke zieren Augenringe, nein eher Augenreifen, meinen verbissenen Gesichtsausdruck. Das Spiel macht ordentlich Laune. Und so verwundert es auch nicht, dass bis in die späten Stunden gedaddelt wird. Besonders die Online-Kampagnen rocken. Auch wenn ich momentan öfter ins Gras beiße statt den erhofften Sieg zusammen mit dem Team zu erspielen. Ein gut platzierter Headshot hat halt schon die Besten zu Fall gebracht. Beim Aufsteigen der armen Spielerseele in das Gamerparadies sieht man dann auch noch wer einen umgerotzt hat. Das motiviert beim nächsten Mal wieder ein Stück weiter zu kommen und dem Gegenspieler zu zeigen, dass auch ich die Taste zum Schießen finde. Im virtuellen Kriegsgebiet sieht man sich nämlich öfter – Fehler erlaubt.
Trotzdem ist das Spiel erst ab 18. Keine Ahnung warum, zu meinen C64-Zeiten hatte ich ähnliche Shooter, wenn auch grafisch nicht so ansprechend. Erinnert sich noch jemand an Teacher-Buster? Oder später auf dem PC – Wolfenstein, Quake und wie sie alle hießen. Ja, das lässt Männerherzen höher schlagen, ohne gleich zum Amokläufer zu werden.
Der Akzeptanzfaktor eher gering bei den Frauen, warum eigentlich? Immerhin könnt ihr uns gerade in dieser harten Zeit mit lebenserhaltenen Maßnahmen unterstützen. Essen und Trinken muss auch der härteste Kriegsheld. Die Medal of Honor würde euch auf Ewigkeiten hinterschleichen.


Sag’s auf Deutsch – eine Initiative von RTL

Da haben sich die Leutz von RTL doch mal was einfallen lassen. Die Initiative Sag’s auf Deutsch wirbt dafür, dass fremdsprachliche Mitbürger in Deutschland die deutsche Sprache erlernen sollen. Klar, wer in einem fremden Land wohnt tut gut daran auch dessen Sprache zu beherrschen. Erst dadurch wird ein soziales Miteinander möglich. Für diese Initiative werben mehr oder weniger bekannte Moderatoren, Schauspieler, Sportler und andere Prominente. All diese Leute haben einen gemeinsamen Hintergrund – sie sind nicht deutschstämmig. Und so reden sie in ihrem Werbespot munter darauf los wie wichtig es ist die Sprache des bewohnten Landes zu sprechen und zu verstehen. Ganz getreu dem Motto Sag’s auf Deutsch natürlich auch auf Deutsch – und nun FINDE DEN FEHLER!!!
Hat sich irgendjemand bei RTL dazu Gedanken gemacht, dass die eigentliche Zielgruppe dieser Spots weder Deutsch spricht noch versteht?!


Streng geheimes Raketenprogramm der USA

Das es einen Wettlauf zwischen den damaligen Supermächten, der Sowjetunion und den USA, um die Vorherrschaft im All gab, ist sicherlich unbestritten. Welche Opfer die Nationen dafür aufbrachten ist hingegen kaum bekannt. Damit soll nun Schluss sein – ein ehemaliger Angestellter der NASA hat NETZPLAUDERN exklusiv geheimes Fotomaterial über die Anfänge der bemannten Raumfahrt zugespielt. NETZPLAUDERN ist sich dieser Verantwortung bewusst und veröffentlicht das bisher unter Verschluss gehaltene Material und die Pläne.
Unter dem Tarnnamen Rocket lief ein Trägerraketenprogramm das darauf ausgelegt war sechs Astronauten gleichzeitig in den Orbit zu katapultieren. Zusätzliche Lastaufnahmen waren in den ersten Tests offensichtlich nicht vorgesehen. Eine Crew bestand immer  aus sechs Astronauten vorne links Pilot vorne rechts Co-Pilot, mitte rechts Funker, mitte links Kartenleser und auf den hinteren zwei Plätzen die Fallschirmträger. Hier eine vergrößerte Aufnahme einer solchen Trägerrakete.

Trägerrakete Rocket

Vergrößerte Aufnahme einer Trägerrakete Rocket

Um den Weltraum invasiv erobern zu können entwickelten die Amerikaner ein  System welches gleichzeitig fünf Trägerraketen abfeuern konnte. Dazu wurden die  Trägerraketen mittels einer Stahlseilkonstruktion an einem Starttower  befestigt. Zum Start rotierte dann eine auf Kugeln gelagerte Scheibe mit ca.  7200 Umdrehungen pro Minute. Wurde die gewünschte Umdrehungsanzahl erreicht  lösten sich die Trägerraketen in einem Winkel von 45° von dem Trägersystem ab um  in die Umlaufbahn der Erde zu gelangen. Bei diesem Startvorgang wurden  erhebliche G-Kräfte frei welche die der heutigen Raketenstarts um das zig-fache überschritten. Aufgrund des hohen Verschleißes an Astronauten wurde das Programm 1958 wieder eingestellt. Hier eine der seltenen und bisher geheim gehaltenen Aufnahmen des kompletten Systems.

Geheimaufnahme des Trägersystem Rocket

Geheimaufnahme des Trägersystem Rocket


A guade Wiesn

Traditionelle Volksfeste sind normalerweise schon seit Jahren nicht mehr mein Ding. Wer mit Schützenfest und Dorfleben groß wird, sucht entweder das Weite oder bleibt für immer auf diesem Horrortrip hängen. Erst wenn man den Teufelskreis durchbrochen und über Jahre entsagt hat, weiß man wieder ein kollektives Massen- und Maßbesäufnis zu schätzen. Mit diesem Wissen machte ich mich also mit einigen gleichgesinnten Katastrophentouristen für einen Tag auf den Weg nach München. Getreu dem Motto des frühen Vogels begann die Reise bereits um fünf Uhr morgens damit man dann pünktlich um zwölf auf der Wiese steht. Wer allerdings mit der Bahn anreist, darf dann auch gerne mal 1,5 Stunden später ankommen weil bereits der allererste Zug ein paar Minuten Verspätung hatte und der Anschlusszug nicht warten wollte. Schuld an dem Dilemma ist vermutlich eine Feinbäckerei welche als einzige an einem gottverlassenen Bahnhof in der Pampa daraus Profit schlagen dürfte.
Wiesn-Stunde oans. Abstreifen aller Benimmregeln, Knigge vergessen, wer trinkt bleibt. Eindrucksvoll demonstrierten bereits wenige Meter vor dem Eingang der Wiesn erste Opfer maßloser Selbstüberschätzung wohin die Reise gehen kann. Vorfreudig auf stetig steigenden Bierkonsum übersprangen wir selbstgemachte Pizzapfützen der Hinterbliebenen. Nach kurzer Orientierung war klar, der konsumfreudige Trinker muss sich wirklich anstrengen seine hartverdiente Patte an den Mann zu bringen. Wartezeiten vor den Zelten und Biergärten – außerhalb kein Ausschank. Sengende Sonne – eine sich ausbreitende Angst zu vertrocknen – ohne Bier sterben zu müssen. Und in der Stunde der allergrößten Not gewährte uns ein Gekrönter Einlass – der Knödelkönig, vertreten durch seinen finster dreinschauenden Türsteher. Wer isst und trinkt bleibt – der Rest fliegt.
Wiesn-Stunde zwoa. Wir aßen wie uns geheißen, wir tranken wie uns geheißen. Und natürlich zahlten wir auch die Zeche. München hat die teuersten Mieten in ganz Deutschland – dies scheint auch für Festzelte zu gelten. Anders kann ich es mir nicht erklären warum so ein halber Flattermann, volkstümlich auch Hendl genannt, so um die 14€ kostet. Die halbe Schweinshaxe gibt es dann für 22€. Womit zum Teufel füttern die denn ihre Viecher in Bayern – Gold?! Geschmacklich war es zumindest sehr gut, mit herkömmlichen Kirmesessen nicht zu vergleichen.
Wiesn-Stunde vier: Sprit im Blut, Knödel im Bauch, Türsteher im Nacken, keine Keilerei mit oder ohne Maßkrüge – Zeit aufgestautes Adrenalin anderweitig abzubauen. Riesenrad zu langsam, Freier Fall klingt gut, rein, 3x hoch und wieder runter – saumäßig Tempo gemacht, so schnell konnt’s die Wiesn von oben nicht überblicken.
Wiesn-Stunde fünf: Nochmal rein in den Garten. Hier wächst Bier – genauer das Abschieds-Weiße.
Heimfahrt mit der Bahn: Absoluter Wahnsinn, überfüllte Züge mit überfüllten Toiletten. Warum schafft es die Bahn nicht zu bestimmten jährlich wiederkehrenden Ereignissen mehr Züge einzusetzen. Kurz vor dem Umsteigebahnhof – Personen auf dem Gleis, irgendwelche Asi-Opferkinder meinten wohl hier mitten in der Nacht rumlaufen zu müssen – Stillstand 40 Minuten im Nichts. Anschlusszug hat allerdings überraschend gewartet, sonst wären wir in Feindesland gestrandet. Ankunft ca. 3 Uhr.

Fazit: A guade Wiesn – aber bei Wiederholung anders.


Ich bin nicht – also blogge ich

Eines vorweg, die Tatsache, dass hier in diesem Blog über mich und mein Leben plaudere berechtigt dich zu nichts. Dafür gehst du auch keinerlei Verpflichtungen ein, gefällt es dir hier nicht, dann zieh Leine. Solltest du dich jedoch wider Erwarten hier wohl fühlen bist du wahrscheinlich genau so kaputt wie ich, hast keine realen Freunde, dein Berufs- und auch Privatleben verbringst du größtenteils vor einem Laptop, iPad, iPhone, Spielekonsole or whatever. Ständig auf der Suche nach etwas Neuem. Blogger sollen ja sehr wissbegierige und soziale Wesen sein.
Vor allem sind Blogger aber gerne Erzähler. Am liebsten vom eigenem Leben, in dem ja eigentlich nichts los sein dürfte. Reale Kontakte null, Anzahl Facebookfreunde ca 30% der Weltbevölkerung. Und trotzdem haben Blogger scheinbar etwas zu erzählen. Ich kenne zahlreiche Blogs, denen ich beinahe täglich einen Besuch abstatte. Sei es, weil sie entweder gut geschrieben und/oder auch interessanten Inhalt haben. Diesen Anspruch stelle ich an meinen eigenen Blog nicht. Ja ich wage fast zu behaupten, dass ich auch der einzige Leser meines eigenen Blog bin. Ich follow mir quasi selbst. Daher ist auch der Inhalt und Schreibstil temporär – mir muss es ja nur gefallen, gelle.
Und mit genau diesem Gedanken schließe ich den ersten Eintrag und verfasse nun unzähige weitere unterirdisch schlechte Artikel - yeah.